Vorteile der Mail-Kommunikation über das KDN
Veröffentlichung: 08.01.10Im Zusammenhang mit der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR) erreichten uns in letzter Zeit viele Fragen zur sicheren elektronischen Kommunikation (z. B. mit dem Einheitlichen Ansprechpartner). Dabei zeigte sich, dass einige Kommunalverwaltungen zwar über einen KDN-Anschluss verfügen, diesen aber nicht für die Mail-Kommunikation nutzen. Der KDN-Anschluss wird dort für einzelne PCs genutzt, um ausgewählte Landesdienste zu erreichen, während das Verwaltungs-LAN einen direkten Internetanschluss für die Mail-Kommunikation hat. Teilweise wird sogar der erhöhte Sicherheitsaufwand toleriert, um beide Netze verbinden zu können. Historisch gewachsene Umgebungen und überschätzter Umstellungsaufwand sind die Gründe für solche Konfigurationen.
Wir möchten an dieser Stelle noch einmal auf die wesentlichen Vorteile der Mail-Kommunikation über das KDN hinweisen:
- Der KDN-SVN-Verbund bildet ein sicheres Intranet mit mehrstufigen Firewalls untereinander und zum Internet. Interner Mail-Verkehr (z. B. mit dem Einheitlichen Ansprechpartner bei der Landesdirektion Leipzig) wird nicht über das Internet transportiert und bedarf keiner zusätzlichen Verschlüsselung. Auch falls das Internet nicht verfügbar ist, kann KDN-SVN-intern kommuniziert werden.
- Eine leistungsfähige Anti-Spam-Lösung schützt die KDN-Teilnehmer vor einer Überflutung mit Spam-Mails. (Monatlich werden ca. 10 Millionen Spam-Mails ausgesondert.)
- Alle über das KDN-Mailrelais transportierten Mails (interne und externe) werden inklusive ihrer Anlagen auf Viren gescannt, wobei die Signaturen sehr kurzfristig aktualisiert werden.
Der Umstellungsaufwand für eine Mail-Kommunikation über das KDN ist gering:
- Der SMTP-Mailserver, der bisher über Internet erreichbar ist, muss auf einer KDN-Adresse des Teilnehmers bereitgestellt werden.
- Diese Adresse muss der KDN GmbH mitgeteilt werden, um das interne Mailrouting zu organisieren.
- Der MX-Record im DNS-Server der Maildomäne muss auf das externe KDN-Mailrelais zeigen. Dazu ist es zweckmäßig, die DNS-Domäne der jeweiligen Verwaltung an die KDN GmbH bzw. deren Dienstleister TSI zu übergeben, die diese Änderung dann selbst vornehmen und auch bei möglichen Adressänderungen automatisch reagieren können. Die Domänenübergabe ist aber nicht zwingend notwendig, falls die Einträge durch den technischen Ansprechpartner (tech-c) der Domäne vorgenommen werden.
Bei Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die KDN GmbH (Hr. Linzner, Telefon: 0351 3156953, linzner(at)kdn-gmbh.de) oder die SAKD (Hr. Nikol, Telefon: 03594 7752-46, nikol(at)sakd.de).
